woensdag 18 juli 2007

Tim Trantenroth




Tim Trantenroth (1969) hat in seinen Wandbildern architektonische Strukturen imaginär erweitert. In seiner Serie über Krieg und Terror schafft er zur (strukturlosen) Wirklichkeit die Erzählung. Falluja, Baghdad, zerschossene Autos, zerbombte Städte, Trümmer, Geisterstätte, ausgebrannte Häuser, zerborstenes Metall sind zu Codes geronnene Icons. Wie Firmenlogos tragen sie Botschaften.
Aber keine bestimmten. Geronnenes Blut, zerfetzte Menschen, Angst und Verzweiflung sind nicht visualisiert. Das Unbestimmte des Schreckens wird auch durch die Fantasie nicht bestimmbar. Trantenroths Bilder sind insofern hochpolitisch als sie die Offenheit des Verbrechens beschreiben. Indem er sich in den eher gestisch gemalten Bildern einem platten Kommentar verweigert spürt man nun inhaltliche Zurückhaltung wo man in seinen Architekturbildern formale Strenge beobachten konnte.
bron: galerie Ruth Leuchter

 
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