vrijdag 12 oktober 2007

Steffen Lenk




Für Steffen Lenk ist Malerei Übersetzungsarbeit. Gerne greift er dabei auf bestehende Motive aus dem Alltag zurück, die ihm auffallen, weil in ihrer Beiläufigkeit etwas Bizarres, Groteskes eingeschlossen ist, das überraschende Zusammenhänge eröffnet. Deutsche Landschaften auf Bieretiketten zum Beispiel. Sinnsprüche an Fanclub-Kneipenwänden. Oder Joseph Ratzinger, der als frisch gebackener Benedikt XVI die Hände wie ein Torwart in die Luft reckt; die Bild-Zeitung titelte dazu: "Wir sind Papst"! Im Prozess des Malens bündelt Lenk diese disparaten Spuren, markiert die Brüche, bunt und pastos, potenziert sie im Ensemble - bis am Ende zwischen den Bildern und ihren schrägen Pointen die Luft vibriert wie zwischen den Songs eines Livekonzerts."
aus: Rundlederwelten, Katalog zur Ausstellung im Martin-Gropius-Bau, Berlin, 2006, Seite 124, Text von Dietrich Roeschmann


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