vrijdag 1 mei 2009

Stephan Zirwes



Manche Fotografen trauen sich was. Wenn Stephan Zirwes arbeitet, hängt er sich schon mal im Klettergurt aus einem offenen Helikopter, um seine Objekte genau von oben zu erwischen. Denn der senkrechte Blick raubt ihnen die dritte Dimension, so dass Flächen mit strengen Linien und Formen entstehen. Ein grafisches Muster? wird sich später der Betrachter fragen. Oder doch eine Container-Landschaft? Eine abstrakte Farbkomposition aus Punkten und Strichen oder wirklich lauter Autos? Das Spiel mit Strukturen ist zugleich ein Spiel mit der Realität. Erst bei näherem Hingucken, entdeckt man die Details des Mikrokosmos: eine Familie, die sich ausgerechtet auf dem Rollfeld eines Flugplatzes sonnt. Wie bei Suchbildern beginnt der Betrachter, genauer hinzusehen und sich näher auf die Szenerie einzulassen. Fiktionen entstehen auf der Grundlage von Fakten. „Nicht der schnelle Konsum steht für mich im Vordergrund“, sagt Stephan Zirwes, „sondern ein intensives Betrachten.“
source:
seen.by. - Regine Dee

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