dinsdag 30 maart 2010

Amelie von Wulffen




Beim ersten Blick auf Amelie von Wulffen's neue Arbeiten, glaubt man Zeuge eines intimen Berichts zu werden. Aber bald wird erkennbar, dass es ihr nicht um ungefilterte Bekenntnisse und den authentischen Ausdruck ihrer selbst geht. Vielmehr erscheint das Ich als eine Erfindung und sieht sich als eine Art leere Ikone in verschiedene kunsthistorische und biografische Szenarien geworfen. Die Künstleridentität ist nicht unmittelbar gegeben und kann nur vage angepeilt werden, droht sie doch immer, sich in einer unübersichtlichen Vielheit zu verlieren. Hinter jeder Maske kommt eine weitere Maske zum Vorschein; die von Amelie von Wulffen bis zur Redundanz getriebene Selbststilisierung kann auch als Kommentar zu den Ich-Performances des neoliberalen Alltags gelesen werden.
source:
contemporaryartdaily


 
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