dinsdag 13 juli 2010

Christine Gehrke - Visuelle Forschung




Mit Spiegel im Spiegel fuehrt Christine Gehrke konsequent die visuellen Erforschungen ihres vorangegangen Werkes Globus Illuminatus - Fotografien und Videos mit dem Sphaeroskop weiter.

Dort wird der konventionellen, vordergruendigen Bildbetrachtung mit den Instrumenten Sphaereoskop, Lupe oder Spiegel eine sich selbst reflektierende Meta-Ebene hinzugefuegt. Mit dieser Betrachtung der Betrachtung thematisiert Christine Gehrke exemplarisch die Charakteristika des Mediums Fotografie: eine Selbstkritik des Fotografierens. Die Verwendung einer Lupe bei Foto- und Videoaufnahmen reflektiert und aesthetisiert die Prozesse der Fotografie durch ein sich selbst erklaerendes optisches Prinzip.

In ihrer aktuellen Arbeit geht sie einen Schritt weiter, indem sie durch die Reflektion der Reflektion noch eine weitere Betrachtungs- und Bedeutungsebene einfuehrt. Mit dem Aufbau eines Spiegels im Spiegel entsteht eine neue, potenzierte Bildsemantik: eine Kritik der Kritik, ein Bewusstwerden ueber das Bewusstwerden. Die Versuchsanordnung objektiviert aber gleichzeitig auch die Reflektion der Reflektion, denn das Spiegelverkehrte wird in einer zweiten Weiterspiegelung nochmals verkehrt: die Illusion eines seitengetreuen Urbilds entsteht, ein Pseudo-Original.
source: Prof. Tristan Pranyko -
Kunsthochschule Berlin-Weissensee

magnifying glass & waves (02:41)

 
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