maandag 10 januari 2011

Stefan Kübler




Stefan Kübler's Hinterglasmalereien sind eine Divergenz aus Fern- und Nahsicht. Erst beim Herantreten an das Bild wird deutlich, dass es glatt ist und keine haptischen Spuren zeigt. Die Bildhaut wird zum Bildobjekt. Die Scheibe fungiert als Unterscheidung von Wahrnehmung und Erinnerung; die gemalte Stelle wird fixiert, die Umgebung verändert sich, die Stelle bleibt für den Maler blind, erfahrene Einflüsse wie Abstand, Zeit, Motiv manifestieren sich. Die Glasscheibe steht für die individuelle Brille des Malers, er beeinflusst das Betrachtete und unsere Sichtweise darauf. Stefan Kübler versucht direkt medial Bilder zu produzieren. Das Entstandene wirkt wie das 1:1 Foto eines Gemäldes, bei dem das Prozesshafte und Zeitliche des Entstehungsprozesses ablesbar bleibt.
source:
Delikatessenhaus

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